| Keine Wortzwischenräume | Khmer schreibt Wörter ohne Leerzeichen; Abstände trennen nur Sätze und Satzteile. Wer maschinell an Leerzeichen trennt oder umbricht, zerschneidet Wörter und erzeugt sinnlose Silben. | Muttersprachliche Segmentierung: Wortgrenzen werden nach Bedeutung erkannt, Zeilenumbrüche geprüft – der Text bleibt lesbar und korrekt. |
| Subskript-Konsonanten (Coeng ជើង) | Konsonantencluster werden gestapelt geschrieben (Fußzeichen, z. B. ស្ត = s+t). Ein übersehenes oder falsch kodiertes Coeng verändert den Cluster – und damit das Wort. | Korrektes Shaping, Unicode-normalisierte Eingabe und geprüfte Font-Fallbacks; das Dokument wird satzfertig geliefert, ohne zerfallende Stapel. |
| Zwei Konsonantenreihen (a-/o-Reihe) | Khmer-Konsonanten gehören zu zwei Reihen; dasselbe Vokalzeichen wird je nach Reihe des Grundkonsonanten anders gelesen. Wer das ignoriert, transkribiert Namen und Wörter falsch. | Muttersprachler lesen die Reihenzugehörigkeit korrekt und setzen die Aussprache- bzw. Umschriftregeln konsequent um. |
| Uneinheitliche Namens-Umschrift | Es gibt keinen einheitlichen Romanisierungsstandard: „Sok“/„Sokh“, „Chan“/„Chann“, „Phnom Penh“/„Phnum Pénh“. Ein Name in mehreren Schreibungen – und Urkunden stimmen nicht mehr überein. | Wir legen eine konsistente Umschrift fest und gleichen sie mit Pass bzw. Ausweis ab; alle Folgedokumente übernehmen dieselbe Schreibung. |
| Khmer-Ziffern ០១២៣ übernommen | In Daten, Beträgen und Aktenzeichen stehen oft Khmer-Ziffern (០=0, ១=1, ២=2). Bleiben sie stehen oder werden verwechselt, stimmt die Summe oder das Aktenzeichen nicht mehr. | Ziffern, Beträge und Aktenzeichen werden eindeutig übertragen und Zeichen für Zeichen gegen das Original geprüft. |
| Buddhistische Zeitrechnung (BE) | Kambodschanische Urkunden datieren teils nach buddhistischer Ära: „២៥៦៨“ (2568 BE) ist 2024/2025 n. Chr. Wer die Jahreszahl übernimmt, datiert um rund 543 Jahre falsch. | Kalenderangaben werden umgerechnet und das Datum eindeutig gesetzt – mit Hinweis auf die Ausgangsangabe, wenn nötig. |
| Falsches Register (royal/monastisch/alltäglich) | Khmer hat soziale Sprachregister: eigenes königliches und geistliches Vokabular neben der Alltagssprache. Pronomen und Verben wechseln je Adressat; das falsche Register wirkt respektlos oder sachlich falsch. | Das Register wird zum Kontext gewählt – amtlich-neutral für Behörden, respektvoll für religiöse oder offizielle Adressaten. |
| Deutsche Flexion 1:1 übertragen | Khmer flektiert nicht: keine Kasus, kein Tempus an Verben, kein Genus. Wer deutsche Endungen und Fälle wörtlich abbildet, erzeugt ungrammatische, oft unverständliche Sätze. | Muttersprachler übersetzen sinnwahrend über Wortstellung, Partikel und Kontext – nicht Wort für Wort mit deutscher Grammatik. |